Ostasien.
Fläche
9.596.960 qkm.
Bevölkerungszahl
1.330.044.544 (Schätzung 2008).
Bevölkerungsdichte
139 pro qkm.
Hauptstadt
Peking (Beijing). Einwohner: 7.817.968 (Schätzung 2009). Die größte chinesische Metropole ist Shanghai mit 15.968.867 Einwohnern (Schätzung 2009). Es gibt etwa 50 weitere Städte, in denen über 1 Mio. Menschen leben.
Staatsform
Sozialistische Volksrepublik. Verfassung von 1982, letzte Änderung 1999. Einkammerparlament: Quanguo Renmin Daibiao Dahui (Nationaler Volkskongress mit 2985 Sitzen). Der Nationale Volkskongress (NVK) ist das mächtigste staatliche Organ. Die Abgeordneten werden alle 5 Jahre von den Provinzparlamenten, den autonomen Gebieten und Städten sowie der Volksbefreiungsarmee gewählt. Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) ist das oberste, politische Machtzentrum. Das oberste Entscheidungsgremium ist der Ständige Ausschuss des Politbüros mit dem Generalsekretär der Partei und weiteren sechs Mitgliedern.
Geographie
China ist flächenmäßig das drittgrößte Land der Welt. Im Norden grenzt es an Kasachstan, die Mongolei und die Russische Föderation, im Osten an Nordkorea, das Gelbe Meer und das Ostchinesische Meer (mit Macau an der Südostküste), im Süden an Vietnam, Laos, Myanmar, Indien, Bhutan und Nepal und im Westen an Pakistan, Indien, Afghanistan, Kirgisistan und Tadschikistan. China besteht aus 22 Provinzen, 5 autonomen Gebieten und 4 regierungsunmittelbaren Städten.
Die landschaftliche Vielfalt reicht vom Hochland im Westen mit über 8000 m hohen Bergen, bis zu den Tiefebenen im Osten. Etwa ein Drittel des Landes ist Gebirge. Die bekanntesten Gebirgsketten sind der Himalaja, die Altai-Berge, die Tianshan-Berge und die Kunlun-Berge. An der Grenze zu Nepal liegt der 8850 m hohe Mount Everest. Im Osten und Westen davon liegen die Qinghai-Hochebene und die Tibet-Hochebene; letztere ist über 4000 m hoch und wird das »Dach der Welt« genannt. Am Fuß der Tianshan-Berge liegt die Turfan-Tiefebene, die mit 154 m unter dem Meeresspiegel Chinas tiefsten Punkt bildet.
Der Gelbe Fluss (Huang He) und der Yangtse Kiang (Chang Jiang) sind die bekanntesten Flüsse. Nur 10% der Fläche eignen sich für die Landwirtschaft. Die Küste hat eine Gesamtlänge von 18.000 km.
Sprache
Amtssprache ist Mandarin. Neben zahlreichen regionalen Dialekten sprechen größere Gruppen Kantonesisch, Fukienesisch, Xiamenhua und Hakka. Die autonomen Regionen haben ihre eigenen Sprachen, wie z. B. Tibetisch und Mongolisch. Übersetzer- und Dolmetscherdienste sind gut. Englisch wird teilweise in Geschäftskreisen sowie in Geschäften, Hotels und von Reiseleitern gesprochen.
Religion
Die wichtigsten Religionsrichtungen sind der Buddhismus, der Taoismus, der Konfuzianismus und der Islam. Christliche, hinduistische und lamaistische Minderheiten. (Offiziell ist China atheistisch.)
Ortszeit
MEZ + 7. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in China.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter + 7 Std. und im Sommer + 6 Std.
Netzspannung
Landesweit 220 V, 50 Hz. Je nach Region sind aber Adapter für zweifache bzw. dreifache Flachstecker erforderlich, deshalb werden Mehrfachadapter empfohlen.
Regierungschef
Wen Jiabao, seit 2003.
Staatsoberhaupt
Hu Jintao, seit 2003.
Die chinesische Küche ist weltweit für ihre Vielfalt bekannt. Die Mahlzeiten werden oft mit gedünstetem Reis serviert. Zu den Spezialitäten gehört Dim Sum (zumeist gedünstete Häppchen in kleinen Bambuskörbchen, die auf Teewagen durch das Restaurant geschoben werden, von denen sich der Gast bedient). Die im Westen bekannte kantonesische Küche ist nur eine regionale Geschmacksrichtung. Insgesamt gibt es acht verschiedene Schulen der chinesischen Küche, die nach ihren Herkunftsorten benannt sind: Anhui, Fujian, Guangdong, Hunan, Jiangsu, Shandong, Szechuan und Zhejian. Um einen groben Überblick über die chinesischen Küche zu geben, unterteilt man sie am besten in vier Regionen:
Nordchinesische Küche: Die Küche Beijings, auch Mandarin oder Shandong genannt, ist sehr abwechslungsreich. Der Schwerpunkt liegt auf Teigwaren und würzigen Soßen; als Garmethode wird Fritieren bevorzugt. Am bekanntesten sind Peking-Ente, wobei die knusprige Entenhaut in hauchdünnen Reismehlpfannkuchen mit Gurke, Frühlingszwiebeln und Hoi Sin-Pflaumensoße serviert wird, und chinesisches Fondue. Dabei wird rohes Fleisch oder Gemüse in kochend heißer Hühnerbrühe in einem gusseisernen Topf gegart und mit diversen würzigen Soßen serviert. Eine weitere Spezialität sind Shuijiao, mit Schweinefleisch, Schnittlauch und Frühlingszwiebeln gefüllte Teigtaschen.
Südchinesische Küche: Die kantonesische Küche basiert auf Ankochen, Dünsten und kurzem Anbraten, um den natürlichen Geschmack zu erhalten. Neben Hühner-, Schweine- und Rindfleisch werden Schlangen, Hunde, Katzen und Schildkröten verarbeitet. Es gibt Cha Siu Bao (mit Schweinefleischstückchen gefüllte Teigklöße), Har Gau (gedünstete Garnelenklößchen) und Shiu Mai (gedünstetes Schweinehack mit Garnelen). Die Hakka-Küche ist meist einfach, ausgezeichnet schmeckt in Salz gebratenes Huhn.
Ostchinesische Küche: Die Küche von Shanghai und Zhejiang ist reichhaltig, süß und wird oft mit sauer eingelegten Früchten und Gemüsen zubereitet. Spezialitäten sind scharfe, saure Suppen, Meeresfrüchte, Nudeln und Gemüse. Gerichte aus Shanghai bestehen hauptsächlich aus geschnetzelten Zutaten, die in Sojasoße geschmort oder in Sesamöl mit viel Knoblauch und Pfeffer gebraten werden.
Westchinesische Küche: Gerichte aus Sezchuan sind mit Chilis scharf gewürzt; eine Spezialität ist gegrilltes Fleisch und Huhn in würziger Sojasoße mit Erdnüssen.
Getränke: Chinesischer Tee, zumeist grüner Tee, oftmals mit Ingwer, Jasmin- oder Rosenblüten aromatisiert, ist weltberühmt. Beliebte chinesische Weine und Spirituosen sind Zhian Jing (heiß servierter Reiswein), Liang Hua Pei (starker Pflaumenbranntwein), Kaolian (Whisky) und Mao Tai (Reisschnaps). Die beliebtesten Biersorten sind San Miguel und Tsingtao.
Nachtleben
Das abendliche Unterhaltungsprogramm ist generell vorher festgelegt, und die Mehrzahl der Besucher folgt einer vorausbestimmten Besichtigungstour. Die Reiseführer sind hilfsbereit und freundlich. Die meisten Touren schließen im Voraus arrangierte Restaurantbesuche sowie Opern-, Ballett- und Theaterabende mit ein. Karaoke (auf Schildern mit OK abgekürzt) ist eine beliebte Form der Abendunterhaltung.
Einkaufstipps
Die Preise sind von der Regierung vorgeschrieben. In Geschäften und Kaufhäusern kann man nicht handeln, auf Märkten hingegen ist es durchaus üblich. Für Antiquitäten, die über 100 Jahre alt sind, ist eine Ausfuhrgenehmigung erforderlich; diese ist durch ein amtliches rotes Wachssiegel gekennzeichnet. In den Geschäften gibt es preiswerte Souvenirs. Manche Artikel sind schwer erhältlich. Die besten Mitbringsel findet man in den regionalen Fabriken, Geschäften und Hotels, die sich auf Kunsthandwerk spezialisiert haben. Empfehlenswert sind Jadeschmuck, Stickereien, Kleidung aus Seide oder Kaschmirwolle, Schriftrollen, Kalligraphien, Gemälden und Schnitzereien aus Bambus, Stein und Holz. In Großstädten wie Beijing und Shanghai gibt es auch große Kaufhäuser mit breit gefächertem Angebot.
Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-So 09.00-19.00 Uhr.
Veranstaltungskalender
Jan. Eis- und Schnee-Festival, Harbin. Febr. Chinesisches Neujahr, landesweit. Febr. Tibetisches Neujahr, Tibet. Febr. Laternen-Festival, Xi’an und landesweit. März Butteröl-Laternen-Festival, Lhasa. Apr. Qing Ming Festival, landesweit. Apr. Longhua Tempelmesse, Shanghai. Mai Marathon auf der Chinesischen Mauer, Tianjin Provinz. 12. Mai Buddhas Geburtstag, landesweit. Mai Saga Dawa Festival, Tibet. Juni Drachenboot Festival, landesweit. 1. Jun. Kindertag, landesweit. Jun. Internationales Filmfestival, Shanghai. Jul.-Aug. Internationaler Touristenmonat am Berg Wutai, Berg Wutai. Aug. Shoton-Festival, Tibet. Sept. Kulturfestival, Xi’an. Okt. Formel 1: Großer Preis von China, Shanghai. Okt. Konfuzius’ Geburtstag, Qufu. Okt. Mondfestival/Mittherbst-Festival, landesweit. Dez. Dongzhi, landesweit.
Diese Angaben stellen nur eine sehr kleine Auswahl an Veranstaltungen dar. Weitere Informationen über Veranstaltungen sind bei den Fremdenverkehrsämtern erhältlich (s. Adressen).
Sitten & Gebräuche
Kulturelle Unterschiede können u. U. zu Missverständnissen zwischen Bevölkerung und Besuchern führen. In Hotels, Speisewagen und Restaurants sind Verbesserungsvorschläge oft erwünscht; sie werden dann sorgfältig geprüft.
Chinesen sind im Allgemeinen reserviert. Es gilt: Höflichkeit vor Vertraulichkeit. Man sollte sich mit kritischen Bemerkungen über die politische Führung Chinas zurückhalten und keine Sympathie für Taiwan zeigen.
Der volle Name des Landes ist »Volksrepublik China«, und er sollte auch im Schriftwechsel benutzt werden. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Manchmal wird ein ausländischer Gast mit Applaus begrüßt. Darauf applaudiert man zurück.
In China wird der Familienname zuerst genannt, Wong Man Ying wird beispielsweise als Mister Wong angesprochen. Bei einer Einladung sollte man immer ein wenig vor der vereinbarten Zeit eintreffen und ein kleines Geschenk wie Obst, Pralinen oder ein Andenken aus der eigenen Heimat mitbringen. Briefmarken sind ebenso ein beliebtes Geschenk. Beim Besuch von Freunden freuen sich die Kinder über kleine Geldgaben. Es ist üblich, Gegeneinladungen auszusprechen.
Während einer Mahlzeit prostet man sich bei jedem neuen Gang zu. Es können bis zu 12 Gänge serviert werden und obwohl es nicht als Beleidigung aufgefasst wird, wenn man nur wenig isst, gilt es als höflich, jeden Gang zu probieren. Wenn man zu einem chinesischen Fest eingeladen ist, sollte man sich vorher nach dem traditionell vorgeschriebenen Gastgeschenk erkundigen.
Zurückhaltende Alltagskleidung ist angemessen, freizügige Kleidung sollte vermieden werden. Bei einigen gesellschaftlichen Anlässen und in manchen Restaurants wird gepflegte Kleidung erwartet.
Rauchen ist in der Regel gestattet, und Nichtraucherzonen sind gekennzeichnet. In den Austragungsorten der Olympischen Spiele 2008, die in Beijing stattfinden, wird jedoch ein Rauchverbot bestehen.
Fotografieren: Auf Flughäfen ist das Fotografieren verboten. Auch in einigen Tempeln besteht Fotografierverbot. Bevor militärische und industrielle Einrichtungen oder Regierungsgebäude fotografiert werden, sollte man eine Genehmigung einholen.
Trinkgeld wird außerhalb der großen, internationalen Hotels als Beleidigung aufgefasst. In den Touristenzentren nimmt das Servicepersonal aber gerne 10 Prozent, das Zimmermädchen 2-3 ¥ und dem Reiseleiter gibt man ca. 1 US-$.
Fremdenverkehrsamt der Volksrepublik China
Ilkenhansstraße 6, D-60433 Frankfurt/M.
Tel: (069) 52 01 35.
Internet: www.china-tourism.de
Mo-Do 09.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr, Fr 09.00-12.00 Uhr;
(auch für Österreich zuständig).
Fremdenverkehrsamt der Volksrepublik China
Brandschenkestraße 178, CH-8002 Zürich
Tel: (01) 201 88 77.
Mo-Fr 09.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr (nur mit Voranmeldung).
China National Tourism Administration (CNTA)
9A Jianguomennei Avenue, CN-100740 Beijing
Tel: (010) 65 20 11 14.
Internet: www.cnta.com/
Botschaft der Volksrepublik China
Märkisches Ufer 54, D-10179 Berlin
Tel: (030) 27 58 80.
Internet: www.china-botschaft.de
Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr und 14.30-17.00 Uhr.
Generalkonsulate mit Visumerteilung in Hamburg (Tel: (040) 822 76 00 und 82 27 60 13), München (Tel: (089) 17 30 16 11) und in Frankfurt (Tel: (069) 90 73 46 87).
Konsularabteilung der Botschaft
Brückenstraße 10, D-10179 Berlin
Tel: (030) 27 58 85 72.
Di und Do 15.00-17.00 Uhr (telefonische Auskünfte) und
Mo-Fr 08.30-12.00 Uhr (Publikumsverkehr).
Botschaft der Volksrepublik China
Metternichgasse 4, A-1030 Wien
Tel: (01) 714 31 49.
Internet: www.chinaembassy.at
Mo-Fr 08.30-12.00 und 14.00-17.30 Uhr.
Konsularabteilung der Botschaft
Neulinggasse 29/1/3, A-1030 Wien
Tel: (01) 710 36 48.
Mo, Mi, Fr 08.30-11.00 und Mo, Mi 14.00-16.00 Uhr.
Botschaft der Volksrepublik China
Kalcheggweg 10, CH-3006 Bern
Tel: (031) 352 73 33 und 352 63 37. Konsularabt.: Tel: (031) 351 45 93.
Internet: www.china-embassy.ch
Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr.
Generalkonsulat mit Visumerteilung in Zürich (Tel: (044) 205 84 11).
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