Südosteuropa.
Fläche
131.940 qkm.
Bevölkerungszahl
10.722.816 (Schätzung 2008).
Bevölkerungsdichte
81 pro qkm.
Hauptstadt
Athen. Einwohner: 752.573 (Schätzung 2009).
Staatsform
Parlamentarische Republik seit 1973. Verfassung von 1975, letzte Änderung 2001. Einkammerparlament (Vouli ton Ellinon) mit 300 Abgeordneten. Unabhängig seit 1829 (früherer Teil des Ottomanischen Reiches). Griechenland ist EU-Mitglied.
Geographie
Griechenland liegt am Mittelmeer und grenzt im Norden an Albanien, die Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien und Bulgarien und im Nordosten an die Türkei. Der östliche Teil Griechenlands liegt im Ägäischen Meer, der westliche Teil im Ionischen Meer.
Das Festland besteht aus folgenden Regionen: Zentralgriechenland, Attika (Region um Athen), Peloponnes (»Hand« von Griechenland), Thessalien (Mitte/Osten), Epirus (Westen), Makedonien (Norden/Nordwesten) und Thrakien (Nordosten). Euböa, die zweitgrößte Insel, liegt östlich von Attika. Die Peloponnesische Halbinsel ist durch den Golf von Korinth vom Festland getrennt. Im Süden der Halbinsel (bei Kap Tainaro) befindet sich die tiefste Stelle des Mittelmeeres mit 5015 m. Im Norden verlaufen zahlreiche Bergketten (wie das Pindus-Gebirge) von Nord nach Süd. Zu den höchsten Bergen Griechenlands gehören u. a. der Olymp (2917 m) und der Smolikas (2637 m). Kretas höchster Berg ist der Ida mit 2456 m.
Die Inseln nehmen ca. 20% der Landfläche ein. Die meisten liegen in der Ägäis zwischen der griechischen und türkischen Küste. Die Sieben oder Ionischen Inseln sind der Westküste vorgelagert. Zu den Ägäischen Inseln gehören die Dodekanes vor der türkischen Küste; die bekannteste ist Rhodos. Die Inselgruppe in der nordöstlichen Ägäis besteht aus Limnos, Lesbos, Chios, Samos und Ikaria. Die Sporaden liegen vor der Küste des zentralen Festlandes. Die Kykladen bestehen aus 39 Inseln, von denen 24 bewohnt sind. Kreta im Süden ist die größte griechische Insel.
Sprache
Neugriechisch (Demotiki). Vor allem in Urlaubsgegenden wird Englisch, Deutsch, Französisch oder Italienisch gesprochen.
Religion
98% griechisch-orthodox; muslimische (1,3%), jüdische, protestantische und katholische Minderheiten.
Ortszeit
MEZ + 1. Letzter Sonntag im März bis letzter Sonntag im Oktober: MEZ + 2 (Sommerzeit in Griechenland = Standardzeit MEZ (Winterzeit in Mitteleuropa) + 2 Std.).
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Sommer und im Winter jeweils +1:00 Std.
Netzspannung
220 V, 50 Hz. Runde, zweipolige Stecker.
Regierungschef
Giorgos Papandreou, seit 2009.
Staatsoberhaupt
Karolos Papoulias, seit 2005.
In den Restaurants und Tavernen werden im Allgemeinen einfache Gerichte serviert. Es gibt kaum Soßen, dafür wird großzügig einheimisches Olivenöl verwendet. Viele Gerichte werden auf dem Holzkohlegrill zubereitet. Speisen wie Dolmades (gefüllte Weinblätter), Moussaka, Souflaki und Avgolemono (Suppe) sind überall erhältlich. Zu den Spezialitäten gehören auch Taramosalata (rosa Fischrogenpaste mit Zitronensaft), Kalamari (Tintenfisch), Tzatziki (Joghurt, Olivenöl, Zitronensaft, Knoblauch, Gurke und Dill) und Fischgerichte aller Art. Salate sind oft mit Feta (Schafs- und Ziegenkäse) und Olivenöl zubereitet. Oliven sind preiswert und überall erhältlich. Im Sommer gibt es viel frisches Obst, vor allem Wassermelonen, im Spätsommer auch köstliche Feigen und Kaktusfrüchte. Einige Restaurants bieten auch internationale Gerichte an. Restaurants sind oft zwischen 12.00 und 15.00 Uhr zum Mittagessen und 21.00-24.00 Uhr zum Abendessen geöffnet.
Getränke: Das bekannteste griechische Getränk ist Retsina, der Wein, der unter Verwendung von Pinienharz hergestellt wird. Ouzo, der Anisschnaps, wird mit Wasser gemischt. Raki (Branntwein) ist scharf und feurig. Griechischer Kaffee wird stark und süß getrunken. Das einheimische Bier ähnelt dem Pilsner. Die Öffnungszeiten der Bars sind je nach Region und den örtlichen Vorschriften verschieden.
Nachtleben
Das Nachtleben konzentriert sich auf die größeren Städte und die Urlaubsorte, in denen es Diskotheken und Konzerte gibt. Örtliche Tavernen und Restaurants bieten oft Live-Musik an, griechische Volksmusik und Bouzouki-Musik ist besonders beliebt.
Einkaufstipps
Spitze, Metallarbeiten, Keramik, Kleidung, Strickwaren, Läufer und Decken, Lederwaren, einheimische Weine und Spirituosen. In Athen kann man sowohl Luxusgüter als auch Kunstgewerbeartikel der verschiedenen Regionen kaufen.
Anmerkung: Antiquitätenimitationen aller Art werden zum Kauf angeboten. Die Ausfuhr echter Antiquitäten ist strengstens verboten.
Die Öffnungszeiten der Geschäfte hängen von der Jahreszeit, Region und Ladenart ab. Allgemeine Öffnungszeiten sind jedoch zumeist: 08.00-14.30 Uhr Mo, Mi, und Sa und 17.30-20.30 Uhr; Di, Do und Fr.
Sport
Für Wassersport ist sowohl an der Küste als auch auf den Inseln bestens gesorgt. In den großen Hotels kann man oft Ausrüstungen mieten oder Kurse buchen.
Tauchen: Atmungsgeräte sind nur in bestimmten Gebieten zugelassen. Einzelheiten vom Fremdenverkehrsamt oder den örtlichen Hafenbehörden.
Fischfang: In den Sommer- und Herbstmonaten sind die griechischen Gewässer besonders fischreich. Boote und Ausrüstungen können in fast allen Dörfern gemietet werden. Anfragen können an den Amateurangler- und Wassersportklub, Akti Moutspoulou, Piräus gerichtet werden.
Es gibt mehrere Tennisklubs, und in Attika, Thessaloniki und auf Korfu auch Reitställe.
Bergsteigen und Bergwandern werden immer beliebter.
Höhlenwanderungen bieten sich an, in Griechenland gibt es über 7000 Tropfsteinhöhlen; auch Unterwasserhöhlen können erforscht werden. Informationen erteilt die Hellenic Speleological Society, (Odos Sina 32, GR-10672 Athen. Tel: 21 03 61 78 24. Fax: 21 03 64 34 76. E-Mail: info@speleologicalsociety.gr. Internet: www.speleologicalsociety.gr).
Golfspielern steht der Glifada-Golfplatz in Athen zur Verfügung. Golfklubs gibt es auch auf Rhodos, Korfu und Chalkidiki.
Skilaufen ist in einigen Gebieten in den Monaten Dezember bis März möglich. Einzelheiten vermittelt die Griechische Zentrale für Fremdenverkehr.
Veranstaltungskalender
Jan. Festessen des Heiligen Basilius (nach byzantischer Tradition wird die Neujahrstorte verteilt; Glück wird demjenigen zugesprochen, der das versteckte Geldstück erhält), landesweit. 6. Jan. Epiphanias (Kreuze werden in Flüsse, Seen und ins Meer geworfen, um die Gewässer zu segnen), landesweit. Jan. Gynaecocratia (“Frauenherrschaft”; das Matriarchat wird mit einem Rollentausch gefeiert), Komotini, Xanthi, Kilkis und Serres. Febr. Karneval, Athen. März Dokumentarfilmfestival, Thessaloniki. Mai Buchmesse, Thessaloniki. Mai-Sept. Lycabettus Festival, Athen. Jun.-Aug. Hellenisches Festival, Athen und Epidaurus. Jun. Fête de la Musique, Athen. Jul. Rockwave Festival, Athen. Sept. Spartathlon: Ultramarathon auf historischer Strecke, Athen bis Sparta. Nov. Internationales Filmfestival, Thessaloniki. Jun.-Sept. Petra Festival, Athen.
Ausführliche Informationen sind von den griechischen Fremdenverkehrsämtern erhältlich (s. Adressen).
Sitten & Gebräuche
Die Griechen sind sich ihres reichen historischen und kulturellen Erbes sehr bewusst. Traditionen und Gebräuche variieren regional, aber eine nationale Einheit macht sich überall bemerkbar. Die griechisch-orthodoxe Kirche übt besonders in den ländlichen Gegenden einen starken Einfluss aus. Das Zurückwerfen des Kopfes bedeutet »Nein«. Freizeitkleidung ist angemessen.
Rauchverbot: In allen öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen Gebäuden, einschließlich Cafés, Bars und Restaurants, ist das Rauchen untersagt.
Trinkgeld: Im Restaurant sind ca. 10% üblich, in der Taverna umgerechnet nur 1 €. Im Taxi wird aufgerundet. Das Zimmermädchen erhält am Abreisetag ein kleines Trinkgeld.
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr
Neue Mainzer Straße 22, D-60311 Frankfurt/M.
Tel: (069) 257 82 70.
Internet: www.gnto.gr
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.
Zweigstellen in Berlin (Tel: (030) 217 62 62/63), Hamburg (Tel: (040) 45 44 98) und München (Tel: (089) 22 20 35/36).
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr
Opernring 8, A-1010 Wien
Tel: (01) 512 53 17/18.
Internet: www.gnto.gr
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr
Löwenstraße 25, CH-8001 Zürich
Tel: (044) 221 01 05.
Internet: www.gnto.gr
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.
Griechische Botschaft
(ohne Visumerteilung)
Jägerstraße 54-55, D-10117 Berlin
Tel: (030) 20 62 60.
Internet: www.griechische-botschaft.de
Mo-Do 09.00-17.00 Uhr, Fr 09.00-16.00 Uhr.
Konsularabteilung der Botschaft
Wittenbergplatz 3a, D-10789 Berlin
Tel: (030) 213 70 33/34.
Mo, Mi, Do, Fr 09.30-13.30 Uhr, Di 09.00-13.00 Uhr und 15.00-18.00 Uhr.
Generalkonsulate mit Visumerteilung in Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München und Stuttgart. Honorarkonsulat ohne Visumerteilung in Nürnberg.
Griechische Botschaft
Argentinierstraße 14, A-1040 Wien
Tel: (01) 50 61 50.
Internet: www.griechische-botschaft.at
Mo-Fr 09.00-16.30 Uhr.
Konsularabteilung der Botschaft
Mattiellistraße 2-4, A-1040 Wien
Tel: (01) 512 71 48.
Mo-Fr 10.00-13.00 Uhr (Publikumsverkehr).
Honorargeneralkonsulat in Salzburg.
Griechische Botschaft
Weltpoststr. 4, CH-3015 Bern
Postanschrift: PO Box 246, CH-3000 Bern 15
Tel: (031) 356 14 14. Konsularabt.: Tel: (031) 356 14 10 (Visa) /11 (für griechische Staatsbürger).
Internet: www.greekembassy.ch
Mo-Fr 09.00-15.30 Uhr
Konsularabt.: Mo-Fr 09.00-11.00 Uhr (Publikumsverkehr).
Generalkonsulate in Genf und Zürich. Konsulat in Lugano.
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